Tourismus

Was ist LEADER und was bringt es Ihrer Region?

Auch der "Tourismus" war bereits in der aktuellen LEADER-Förderphase ein wichtiges Handlungsfeld. Aufgrund der räumlichen Vielfalt und dem großen touristischen Potenzial der LEADER-Region Grafschaft Bentheim, soll dieses Themenfeld auch zukünftig ein wichtiger Bestandteil der Zukunftsentwicklung sein.

Die folgenden Unterkategorien zeigen erste Möglichkeiten auf, in welche Richtung sich die LEADER-Region Grafschaft Bentheim in den kommenden Jahren in dem Themenfeld "Tourismus" entwickeln könnte. Prüfen Sie die Aussagen, sagen Sie uns Ihre Meinung und geben uns Hinweise, was zu ergänzen oder was Ihnen wichtig ist! Nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion. Vielen Dank!

Touristische Angebote entwickeln und kommunizieren

  • Vorhandene Angebote stärken, neue bedarfsgerecht und barrierefreie entwickeln und nach innen/außen kommunizieren, zum Beispiel Optimierung der Vechtetalroute und grenzüberschreitende Weiterentwicklung als Premiumradroute
  • Hervorhebung der Besonderheiten der Region und Förderung der regionalen touristischen Stärken (u.a. Radverkehr, Wasserstadt, Schloss Bentheim, Tierpark Nordhorn, Vechtetal und Vechtetalroute, Uelsen, Arendshof)

Rad-, Wander- und Reitwegenetz entwickeln

  • Bestehendes Wegenetz stärken indem wichtige touristische Lückenschlüsse forciert werden
  • Stärkung des Wassertourismus entlang der Kanäle/ Vechte (Bsp. Vechtezompe Emlichheim)
  • Multifunktionale Wegenutzung / Nutzungsmöglichkeiten von Wegebeziehungen sowohl durch Landwirtschaft als auch durch Erholungssuchende verbessern

Qualität und Seviceorientierung stärken

  • Touristische Netzwerke stärken und Qualifizierungsmaßnahmen für touristische Dienstleister entwickeln (u.a. zur Sicherung des touristischen Fachkräfteangebotes in der Region)
  • Weiterentwicklung und Optimierung des touristischen Images und Marketings 
  • Touristische Markterschließung forcieren, zum Beispiel Entwicklung grenzüberschreitender Konzepte für den niederländischen Markt

Infrastrukturelle Maßnahmen zur Stärkung des Tourismus

  • Touristische Ziele in der Region bedarfsgerecht infrastrukturell aufwerten
  • Bedarfsgerechte Entwicklung der radtouristischen Infrastruktur in der Region, zum Beispiel Raststationen und wegebegleitende Infrastruktur entlang der thematischen Routen in der Region

Ihre Meinung zählt!

Hier finden Sie die bis Ende April eingereichten Kommentare:

Kommentare

Verbesserung der Wanderwege

Mähen der ausgewiesenen Wanderwege zur Grafschafter Spurensuche im Sommer, weniger Asphaltwege, Wege an befahrenen Straßen vermeiden (bsp. am Kloster Bardel - so attraktiv ist das Kloster jetzt nicht, dass man da unbedingt vorbei geführt werden muss), grenzüberschreitende Wege fördern, Wege durch landwirtschaftliche Kulturraum zulassen - weg von landwirtschaftlichen Wirtschaftswegen durch Acker, Wiesen, Felder.

Bei Wegbeschreibung der Wanderwege nicht einen isolierten Start und Endpunkt ausweisen, sondern Starts von unterschiedlichen Punkten antizipieren (in Uelsen landet man plötzlich in der Innenstadt als Sackgasse, wenn man nicht in der Innenstadt startet - wenn man nur den Schildern folgt, sehr irritierend).

Aufwertung der Aufenthaltsqualität

Aufwertung der Aufenthaltsqualität sowie Nutzung der innerstädtischen Kanalbereiche sowie der Kanäle durch die Grafschaft: Die Kanäle ziehen sich als verbindendes Element genau wie die Vechte, Dinkel und Lee durch die Grafschaft. Als historische Elemente einer Kultur und Wirtschaftslandschaft sind diese fest mit der Grafschafter Historie verbunden. Derzeit dienen sie nur noch der Entwässerung. Es müssen Nutzungskonzepte entwickelt werden, die eine ökologische und ökonomische Aufwertung der Kanäle möglich machen. So könnten in innerstädischen Bereichen Kanäle als "Wassergärten" angelegt werden, in dem Ufer und Böschungsbereiche eine Bepflanzung erhalten, barrierefreie Aufenthaltsbereiche und Sitzgelegenheiten entlang der Böschungen geschaffen werden, durch Gestaltung von Ufer und Gewässerbereichen mit heimischen Pflanzen und Zierplanzen (Sumpfdotterblume, See-/Teichrose usw.) Biodiversität im städtischen Raum gefördert werden. Biotope entlang der Kanäle mit Verbindung an die Kanäle könnten Ökotone im Bereich Natur- und Landwirtschaft befördern. Letzen Endes muss die Grafschaft auch über eine Befahrbarkeit der grafschafter und emsländischen Kanäle nachdenken. Hier darf im standardisierten Bewertungsverfahren der mögliche Widerstand einzelner Bürger im Verhältnis zu wirtschaftlichen und ökonomischen Gesichtspunkten eine weniger gewichtige Rolle spielen. Von einer Aufwertung der Kanäle könnten vor allem die Samtgemeinden und Dörfer an den Kanälen touristisch profitieren.

Aufwertung touristischer Infrastruktur

Eine durchgehende Strecke für Cross- und MTB Fahrer durch die Grafschaft. Eine große Rundstrecke ausarbeiten und auch als Rundstrecke ausweisen. Bestehende Strecken können eingearbeitet werden, wie die Grenzwege (z.B. Nordhorn - Richtung Grasdorf). Für diese Art der Fortbewegung werden immer mehr Strecken geschlossen und keine Alternativen angeboten. Dieses geschieht zurzeit auch in den Niederlanden. Aufbau oder Ausbau von Übungsstrecken oder Funstrecken (siehe Oldenzaal Het Hulsbeek) an leichten Höhenzügen wie in Bentheim, Gildehaus, Isterberg oder auch am Lönsberg. Ausbau der Radstrecke Nordhorn Lingen, siehe Nordhorn - Denekamp Radfahrschnellweg zwischen Nordhorn - Klausheide (Gewerbegebiet und Ortsteil). Ausbau und Verschönerung der Itterquelle bei Itterbeck mit besserer Einbindung an das Radfahrnetz.

Fahrradwege entlang der Vechte und der Dinkel

Befestigte (geteerte) Fahrradwege entlang der Vechte und auch der Dinkel. Gut für den Tourismus aber auch als Erholungsweg für die Ansässigen. Unbefestigte Spazierwege gibt es häufiger. Als Radfahrer hat man selten Möglichkeiten längs des Baches/Flusses zu fahren. Es ist auch ungeschickt, dass viele Dinkelsteine per Rad fast nicht erreichbar sind.

Kein Mountainbiking

Das Thema Mountainbiking kollidiert mit anderen gut nachgefragten (freizeit-) touristischen Nutzungen wie bspw. Wandern, außerdem sehr häufig mit den Interessen der Grundstückseigentümer:innen (Beispiel Bentheimer Wald) und Anwohner:innen sowie mit Belangen des Naturschutzes. Eine großes und gut ausgebautes MTB-Netz mit mehreren 100 km Strecke gibt es zudem direkt hinter der Grenze in der Twente.

Touristisches Ziel entwickeln

Der historische Bahnhof in Laarwald ist der schönste in seiner Ursprungsnutzung erhaltene Bahnhof in der Grafschaft Bentheim und sollte unbedingt erhalten und einer neuen möglichst touristischen Nutzung zugeführt werden. Mit dem Museumszug der Vereins Graf MEC könnten regelmäßige Fahrten angeboten werden.

Bahnhof Hestrup weiter aufwerten

Der liebevoll restaurierte Bahnhof Hestrup mit Café und kleinen Heimatmuseum des örtlichen Heimatvereins könnte durch ein Parallelgleis und einem historischen Bahnsteig ergänzt werden, für regelmäßige touristische Fahrten des Museumszuges von Graf MEC.

Eisenbahnstrecke zwischen Bad Bentheim Nord und Achterberg

Die zurzeit wenig befahrene Strecke der Bentheimer Eisenbahn zwischen Bad Bentheim Nord und Achterberg hat mit den Punkten Bad Bentheim Süd (ehemaliger BE Bahnhof Bentheim Süd), Gildehaus (ehemaliger Bahnhof Gildehaus) und Achterberg (ehemaliger Bahnhof Achterberg) großes touristisches Potential für den Grafschafter Museumszug des Graf MEC. Über Bad Bentheim Süd kann der Ferienpark und die Innenstadt fußläufig erreicht werden. In Gildehaus bietet sich das Sandsteinmuseum als Ziel an. In Achterberg treffen sich überörtliche Fahrradwege. Wenn diese Punkte so hergerichtet werden, dass Fahrgäste mit und ohne Fahrrad in den Museumszug aus- und einsteigen können, dann kann man in Zusammenarbeit mit Interessenten/Vereinen in den Orten attraktive Angebote für Gäste ausarbeiten. Dieses muss mit den Interessen der Bentheimer Eisenbahn abgeglichen werden, die bestrebt ist, die Strecke für den Zugverkehr in Richtung Ochtrup/Gronau zu reaktivieren.

Schaffung von Begegnungsorten

Hier einige Stichworte Schaffung eines neuen Ortes, der zum einen den touristischen Bedarf besetzt, aber auch für Landerlebnis, regionale Identität, Begegnungsort, working space, “Dritter Ort” steht. Nutzungskonzept für die Alte Molkerei in Emlichheim und den Bahnhof Laarwald.

Ausbau der Anlegestellen

Ausbau der Anlegestellen für die Vechtezomp (z.B. Neuer Vechtearm bis zur alten Molkerei in Emlichheim)

Erlebnis Landwirtschaft

Erlebnis Landwirtschaft an Radwanderrouten und Vechte mit Gastronomie fördern: Vorbild Erve Vechtdal in Ommen NL

Mini-Campings

Zulassen von Mini-Campings auf Höfen im Außenbereich nach NL Vorbild

Fahrradschnellwege

Ausbau von Fahrradschnellwegen zwischen den einzelnen Orten, wie z.B. Nordhorn - Neuenhaus, Nordhorn - Bad Bentheim, Schüttorf - Bad Bentheim. Das sind breite zweispurige Fahrradwege ohne Fußgängerverkehr, möglichst ohne Ampel und Kreuzungen, das Rad hat Vorfahrt. Das verbessert nicht nur den Tourismus, sondern auch die Mobilität und schont das Klima. Besser, sicherer und schneller zum Ziel ohne Auto, Bus oder Bahn. Durch Bewegung wird zusätzlich auch die Gesundheit gefördert.

Aussichtsplattform Mühlenberg in Gildehaus

Der Mühlenberg in Gildehaus bietet einen atemberaubenden Ausblick über das Münsterland und die angrenzenden Niederlande. Leider fehlt es hier an einer attraktiven Fläche, um diese Aussicht auch zu genießen. Eine Aussichtsplattform mit Sitzgelegenheiten, die Richtung Münsterland ausgerichtet wären, würde diesen Bereich erheblich aufwerten.

Repair-Fahrrad-Stationen

Eine gute Ergänzung zu unserem gut ausgebautem Fahrradnetz wären eventuell Fahrradsäulen, um Luft aufzupumpen oder kleinere Reparaturen durchführen zu können (gibt es z.B. an der MHH in Hannover).

Schnellradweg

Ich schlage vor, den Radweg Nordhorn-Lingen am Ems-Vechte-Kanal auszubauen als breiten Schnellradweg. Dieser schafft eine ideale Verbindung zur Nachbarstadt Lingen im LK Emsland und dient als wichtiges Bindeglied für Rad-Rundtouren z.B. NOH-Hankenfähr-Emsbüren-Schüttorf oder NOH-Hanekenfähr-Lingen-Geeste (Kanalstrecke DEK)-Wietmarschen-Nordhorn.

Radurlaub "auf Rezept"

Nach dem Vorbild der "Hasetal Touristik" könnten auch hier schöne Radtouren angeboten werden und Touristen in die Grafschaft geholt werden.

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