Lebensraum

Was ist LEADER und was bringt es Ihrer Region?

Das Themenfeld "Lebensraum" war bereits in der aktuellen LEADER-Förderphase ein wichtiges Handlungsfeld. Es hat sich aber in den letzten Jahren gezeigt, dass der "Lebensraum" sehr eng mit dem Themenfeld "Planerische Ortsentwicklung" verbunden ist. Daher wurden beide zum Themenfeld "Lebensraum" zusammengefasst.

Die folgenden Unterkategorien zeigen erste Möglichkeiten auf, in welche Richtung sich die LEADER-Region Grafschaft Bentheim in den kommenden Jahren in dem Themenfeld "Lebensraum" entwickeln könnte. Prüfen Sie die Aussagen, sagen Sie uns Ihre Meinung und geben uns Hinweise, was zu ergänzen oder was Ihnen wichtig ist! Nutzen Sie dafür die Kommentarfunktion. Vielen Dank!

Demografischer Wandel

  • Beratung, Vernetzung und Unterstützung zu den Themen und Auswirkungen des demografischen Wandels, zum Beispiel die Etablierung von mobiler Demenzberatung unterstützen
  • Entwicklung von alternativen/innovativen Wohnangeboten, zum Beispiel Mehrgenerationenangebote
  • Strukturwandel bei Wohnangeboten unterstützen und Umnutzung von Altbaugebieten zu neuen, attraktiven Wohnquartieren

Gemeinschaftliche Treffpunkte und Plätze

  • Bestehende Angebote an öffentlichen Gemeinschaftsplätzen und Treffpunkten den Bedarfen anpassen und neue gestalten (auch im Rahmen von Nachnutzung bzw. Umnutzung)

Raumangebot für Bewegung, Sport und Gesundheit

Infrastrukturelle Ausstattung für Angebote zu den Themen Bewegung, Sport und Gesundheit, zum Beispiel Outdoorspielgeräte für Erwachsene an exponierten Stellen, z.B. Raststätten, Schutzhütten, Parkanlagen 

Optimierung von Gemeinschaftsflächen/-infrastrukturen (u.a. Vereine)

Vereinsinfrastrukturen (wie z.B. Vereinsheime und Gemeinschaftsanlagen) erhalten und bedarfsgerecht entwickeln

Sicherung der Versorgungsfunktion der Orte

  • Nachhaltige Stärkung der regionalen Daseinsvorsorge (u.a. Lebensmittel, Gesundheitsversorgung, Pflege)
  • Sicherung und Steigerung der Attraktivität der Ortskerne; die zentralen Orte und ihre Grundfunktionen erhalten/weiter entwickeln - Versorgung/täglicher Bedarf, Gesundheit etc. - Strategieentwicklung
  • Konzeption und modellhafte Umsetzung von Nahversorgungsstrukturen wie Dorfläden oder "Butterwagen"
  • Ortsbildprägende Gebäude erhalten

Ihre Meinung zählt!

Hier finden Sie die bis Ende April eingereichten Kommentare:

Kommentare

Lebensraum an der Dinkel aufwerten

Schön wäre es, wenn der Lebensraum an der Dinkel weiter ausgestaltet werden würde. Es gibt dort nur sehr wenig Sitzgelegenheiten. Eigentlich gibt es auch einen tollen Rundweg von dem Wehr bis zur Brücke bei der Umgehung auf beiden Seiten der Dinkel. Allerdings sind sie nicht gut verbunden und es gibt ein paar sehr schlechte Wegabschnitte. Toll wäre auch ein Pfad der Stille oder so. Das hatte ich mal im Urlaub gesehen. Da gab es mit Abstand immer mal ein Schild, das einen zum Nachdenken angeregt hat.

Mehrgenerationenpark/-platz

In der Gemeinde Gölenkamp (Samtgemeinde Uelsen) ist mir aufgefallen, das es immer mehr Kleinkinder / Kinder im Vorschulalter gibt. Im mehr oder weniger Mittelpunkt der Gemeinde gibt es eine "alte Schule" den Dorftreff mit einer Spielwiese und einem Spielplatz. Der Dorftreff ist ebenfalls Station im neuen Knotenpunktsystem des Landkreises Grafschaft Bentheim und dieser Platz auch sehr gerne von Fahrradfahrern als Rastpunkt für ein gemeinsames Kaffeetrinken und o.ä. verwandt wird. Da die Spielgeräte schon ein wenig in die Jahre gekommen sind und auch nicht so wirklich allen Kindern (alters-)gerecht wird, wäre es doch eine schöne Idee hier einmal zu überdenken, ob es nicht möglich ist, für A L L E Altersgruppen Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Der Platz als Fläche ist da - auch ein Bolzplatz und Volleyballfeld. Es ist eine hervorragende Möglichkeit um die Gemeinsamkeit der Kinder, Familien und der Dorfgemeinschaft zu stärken. Nicht zu vergessen, die Möglichkeit der Radfahrenden zu Rasten und Ihre Kinder ein wenig mehr oder weniger spielen zu lassen. Leider hat Corona die jährlichen gemeinsamen Veranstaltungen nicht zugelassen.

Sportboxen, per App buch- und steuerbar

Das Angebot Sportboxen digitalisieren, per App buch- und steuerbar

Digitale Touristinformationen

Angebot digitaler Touristinformationen ausweiten, insbesondere in den Mitgliedsgemeinden (Schüttorf)

Neue Treffpunkte für Dorfgemeinschaften

In Emlichheim fehlt ein Ort (Treffpunkt) für Vereine oder Gruppen, die kein eigenes Vereinsheim haben. Der Ort sollte eine digitale Infrastruktur besitzen und zugleich Verpflegungsangebote (Kaffeebar, Snacks) bieten. Ein solcher Ort würde das ehrenamtliche Engagement unterstützen. Früher gab es Gastwirtschaften, wo Vereine sich trefffen konnten. Diese Strukturen sind weggebrochen oder nicht mehr zeitgemäß. Vorbild: Zwischenzeit in NOH.

gemeinschaftliches Wohnen

Wir sind eine Gruppe von 20 Frauen, im Durchschnitt ca. 65 Jahre alt. Für uns stellt sich die Frage, wo wir in Zukunft leben werden. Altersheim wollen wir nicht!!! Einige Frauen haben den Wunsch in einer Wohngemeinschaft zu leben. Sehr begeistert sind wir von dem Projekt "Die OrleanerInnen Hildesheim". Hier in Nordhorn wird soviel gebaut, warum nicht auch einmal ein Projekt in dieser Art?

Offene Jugendräume in den Stadtteilen

Jugendliche benötigen Räume, in denen Sie sich treffen, austauschen und altersgerecht entwickeln können. Neben den Räumlichkeiten in Kirchen, Sportvereinen etc., bedarf es auch "unabhängige" Jugendräume.

Mehrgenerationenplätze im Schlosspark und am Mühlenberg

Sowohl der Schlosspark als auch der Mühlenberg bieten Platz und Raum zum Verweilen und für Aktivitäten. Mehrgenerationenplätze inkl. Spielplätze auch für Erwachsene würden beide Bereiche für Einwohner und Touristen immens aufwerten.

Dorfläden / sozio-kulturelle Zentren

In Uelsen liegt die Realisation eines sozio-kulturellen Zentrums oder etwa eines Dorfladens scheinbar in weiter Ferne. Dabei fehlt es regional an offenen Einrichtungen in den Bereichen. Doch womöglich geht es auch mit einfacheren Mitteln. Gute Möglichkeiten könnten durch den Aufbau eines „KULTURGARTENS“ geboten werden. Ein geeignetes Grundstück in zentraler Lage ist im Visier. Dort würde durch die Integrierung kleinerer Einrichtungen (Behausungen) eine Anlage für vielschichtige Zwecke allen Bewohnern von Nutzen sein. Vielleicht entsteht so ein Mini-„Dorf-im-Dorf“. Was genau ist hier möglich und angedacht? Durch die Schaffung von Begegnungsstellen können Projektideen (die z.T. in der Schublade verweilen) verschiedener Initiativen und Einrichtungen umgesetzt oder erprobt werden. Und es ergibt sich ein Mehr des Miteinanders durch:

  • niederschwellige Anlaufstellen für alle Bevölkerungsschichten (Jugendliche, Suchende, Einsame, Ältere …) mit der Möglichkeit des gegenseitigen Lernens
  • die Einrichtung von Gemeinschaftseinrichtungen, wie etwa Nutzgärten mit der Aussicht auf Direktvermarktung (Gemüse, Obst, Blumen …) in Verbindung eines erstarkten Wochenmarktes (mit weiteren regionalen Angeboten) sowie die Bereitstellung eines Naschgartens
  • Projektumsetzung in der Art Sharing Economy, z.B. in Form einer Tauschbörse und eines Repaircafes (durch ‚Uelsen nachhaltig‘ in Planung)
  • Lernprojekte zum Austausch und zur Lebensbewältigung, Sensibilisierung für die Bedürfnisse anderer und für notwendige Veränderungen (persönlich, ökologisch, ökonomisch)
  • umweltgerechte Einrichtungen (wenn auch ‚nur‘ modellhaft), wie Dachbegrünung und Solar-Energiegewinnung
  • Gemeinschaftseinrichtungen für Bewegungsmöglichkeiten, Präsentationen, Veranstaltungen
  • Kreativplätze, Lesezelte, Bildungs- und Besinnungsstellen 

Vereine, Einrichtungen und Initiativen wären herausgefordert, die Chancen im Co-Feeling zu nutzen. Für Uelsen böte sich eine Steigerung der Aufenthaltsqualität, wenn es gelingt, diese Vision umzusetzen, zumal es in unmittelbarer Nachbarschaft zur öffentlichen Einrichtung, dem Bürgerpark, möglich ist.

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